2.1 Definitionen

Eine Datenbank wird in [Elmasri1989] definiert als "a collection of related data", bzw. genauer:

"[...] a database has some source from which data are derived, some degree of interaction with events in the real world, and an audience that is actively interested in the contents of the database".
Der Begriff Datenbank bezieht sich also ausdrücklich nur auf die Sammlung gespeicherter Daten.
Das Programm, das diese Datenbasis verwaltet, heißt Datenbasis-Management-System (DBMS, auch Datenbanksystem bzw. database management system). Mit Hilfe einer Datenbeschreibungssprache beschreibt der Benutzer dem DBMS dabei den logischen Aufbau der Daten, wobei die tatsächliche Repräsentation der Daten im (Massen-)Speicher mit diesem Aufbau nicht identisch sein muss.
Datenbanksysteme stellen i.A. auch eine sogenannte Data Manipulation Language (DML, auch Abfragesprache) zur Verfügung, über die der Benutzer mit dem System kommunizieren und Daten nach bestimmten Kriterien auslesen und einfügen kann.

2.2 Relationale Datenbanken

Unter den verschiedenen Typen von Datenbanken hat sich wegen seiner Flexibilität heute das relationale Modell weitgehend durchgesetzt. Ein Relationales Datenbanksystem (RDBMS) modelliert was mathematisch als Relationen bezeichnet wird in Form von Tabellen. Deren Elemente sind Skalare; im Sinn des relationalen Modells nicht weiter zerlegbare Datentypen, die nach einem bei Erstellung der Datenbank festgelegten Format aufgebaut sind. Jede Relation bzw. Tabelle enthält einen primären Schlüssel, der in jeder Tabelle einzigartig sein muss und damit zum eindeutigen Auffinden jedes Elements dienen kann. Das RDBMS manipuliert die Daten seiner Tabellen mittels Operationen der relationalen Algebra; definiert sind dabei RESTRICT, PROJECT, PRODUCT, UNION, INTERSECT, DIFFERENCE, JOIN und DIVIDE [Date1990 nach Künneth1999]. Zur Formulierung dieser Operationen wie auch des Datenformats benutzen heutige Systemne meist die im nächsten Abschnitt vorgestellte "Datenbanksprache" SQL.

2.1 Die Datenbanksprache SQL

SQL wurde Mitte der 70er Jahre von IBM zur Verwendung in ihrem Datenbanksystem "System R" entwickelt, das Akronym SQL stand dabei ursprünglich für "Structured Query Language". Ursprünglich zur internen Verwendung bei IBM gedacht wurde das System jedoch bald auch an Kunden weitergegeben, und hatte dabei so viel Erfolg, dass auch andere Hersteller SQL als Basis ihrer Datenbanksysteme übernahmen.
SQL ist sowohl Datenbank- oder Abfragesprache als auch Datenbeschreibungssprache, d.h. es eignet sich sowohl zum Anlegen und Beschreiben neuer Datenbanken als auch zur Abfrage derselben. Die Syntax ist relativ wortreich und stark an das Englische angelehnt, die Kommandos und ihre Parameter haben of die Form einfacher Sätze:
CREATE TABLE korpus (...) legt z.B. eine Tabelle namens "korpus" an,
SELECT * FROM korpus WHERE word="test" wählt Datensätze aus dieser Tabelle aus, die im Feld "word" das Wort "test" enthalten, usw.
SQL ist von den Gremien ANSI (American National Standards Institute) und ISO (International Standards Organization) normiert, daher sind SQL-Befehle auf allen standardgemäßen Datenbanksystemen gleich einsetzbar. Die interne Organiation der Daten, die je nach Hersteller und DBMS-Kern variieren kann, wird so durch eine "High Level Language" versteckt. Wichtiger noch als die direkte Interaktion mit dem Benutzer ist dabei die Möglichkeit, SQL-Statements in Anwendungsprogramme einzubinden, die damit mächtige Datenbankfunktionen zur Verfügung haben, ohne an das DBMS eines Herstellers gebunden zu sein.


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Letze Änderung: 20-Mar-2003, 21:27